MONTEC Water Box Wasserverteiler und Montagerahmen für Spülenunterschrank

In modernen Küchen treffen im Spülenunterschrank immer mehr Geräte mit Festwasseranschluss aufeinander: Neben der eigentlichen Mischbatterie müssen Geschirrspüler, Heißwasser-Boiler, Trinkwasserfilter oder der automatische Eiswürfelbereiter des Side-by-Side-Kühlschranks zuverlässig mit Kaltwasser versorgt werden. Herkömmliche Y-Verteiler und gestapelte Aufsatzventile führen jedoch schnell zu riskantem Leckagerisiko und unübersichtlichem Leitungschaos. Mit der MONTEC® Water Box und dem Flex-Frame® Montagerahmen bietet Naber die professionelle Antwort der Sanitär- und Küchenmontage.

Die wichtigsten Fakten zur MONTEC® Water Box auf einen Blick
  • Zentraler Verteilerwürfel: Kompakter Block aus massivem, trinkwasserzertifiziertem Messing (CB 757S, DVGW-geprüft) mit hochglanzverchromter Oberfläche.
  • 1 auf 4 Anschlüsse: Verbindet das bauseitige Eckventil über einen 500 mm Edelstahl-Flexschlauch mit bis zu 4 unabhängigen 1/2"-Geräteabgängen.
  • Hohe Durchflusskapazität: Bis zu 27 Liter pro Minute bei 3 bar Wasserdruck – kein Druckabfall, wenn Geschirrspüler und Armatur gleichzeitig laufen.
  • Schluss mit Ventilsalat: Beseitigt gefährliche Hebelkräfte auf das bauseitige Eckventil durch feste Verschraubung am Korpus oder Montageprofil.
  • Flex-Frame® Integration: Perfekte Symbiose mit dem modularen Montagerahmen, der eine zweite Installationsebene für Siphon, Rohre und Elektrik schafft.
  • Rechtssichere Montage: Zulässig für Küchenmonteure im Rahmen der "Möbelfachkraft für festgelegte Tätigkeiten" (TÜV Rheinland Modul 2 Sanitärtechnik).

Das Leckagerisiko durch "Ventilsalat" im Unterschrank

Jeder Küchenplaner und Monteur kennt die klassische Problemstellung: Am bauseitigen Kaltwasser-Eckventil soll neben der Spültischbatterie auch der Geschirrspüler angeschlossen werden. Kommt dann noch ein Quooker, ein BWT-Filter oder ein Kühlschrank hinzu, greifen viele Installateure zu T-Stücken, Zwischenstücken und Kombi-Eckventilen, die hintereinander geschraubt werden.

Diese Praxis birgt erhebliche Risiken:

  • Hebelwirkung & Ermüdung: Das schwere Ventilpaket übt ein starkes Biegemoment auf das in der Wand eingedichtete Eckventil aus. Bei Erschütterungen (z. B. durch Magnetventilschläge des Geschirrspülers) kann das Gewinde ermüden und brechen.
  • Versteckte Undichtigkeiten: Jede zusätzliche Gewindeverbindung verdoppelt das Leckagerisiko an einer Stelle, die hinter Auszügen schwer einsehbar ist.
  • Kollision mit Auszügen: Weit in den Raum ragende Ventile blockieren die Schrankrückwand und stoßen an Müllauszüge oder Schubkästen.

Die Lösung: Der massive Messing-Verteilerwürfel

Die Naber MONTEC® Water Box entkoppelt die Wasserverteilung vollständig vom Wand-Eckventil. Ein flexibler, druckfester 500-mm-Panzerschlauch (DN 10, 3/8" Überwurfmutter) leitet das Kaltwasser vibrationsfrei zum Verteilerblock. Dieser misst kompakte 55 x 55 x 55 mm und wird über vier solide Bohrungen fest an der Schrankinnenwand oder dem Flex-Frame® verschraubt.

Vier 1/2"-Innengewinde-Abgänge stehen zur Verfügung (im Lieferumfang sind drei bereits mit Dichtstopfen verschlossen). So können Geräte exakt nach Bedarf angeschlossen und jederzeit einzeln gewartet oder nachgerüstet werden – absolut tropffrei und druckfest bis 10 bar.

Vergleich: Herkömmliche Aufsatzventile vs. MONTEC® Water Box

Kriterium Klassische T-Stücke / Aufsatzventile Naber MONTEC® Water Box
Montageposition Starr am Wandventil gefesselt Frei wählbar an Schrankwand oder Flex-Frame®
Mechanische Belastung Hohe Hebelwirkung auf Wandeckventil Vollkommen entkoppelt durch Flexschlauch
Wasserdurchfluss Stark gedrosselt bei parallelem Betrieb Satte 27 l/min bei 3 bar Fließdruck
Trinkwasser-Hygiene Oft ungeprüfte Import-Zwischenstücke DVGW-zertifiziertes Messing CB 757S

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Installation in 3 praxisnahen Schritten

1
Montageposition wählen & befestigen

Wählen Sie eine gut erreichbare Position an der Schrankseitenwand oder am Flex-Frame® Rahmen, die außerhalb des Verfahrwegs von Schubkästen liegt. Verschrauben Sie den Würfel mit 4 Schrauben stabil.

2
Zuleitung an Eckventil anschließen

Verbinden Sie die 3/8"-Überwurfmutter des mitgelieferten 500-mm-Edelstahlschlauchs mit dem bauseitigen Kaltwasser-Eckventil und ziehen Sie die Verbindung handfest plus eine Vierteldrehung an.

3
Verbraucher ankoppeln & Dichtprüfung

Entfernen Sie die benötigten Dichtungsstopfen und schließen Sie Küchenarmatur, Geschirrspüler oder Kochendwasser-Gerät an. Nach dem Öffnen des Eckventils prüfen Sie alle Anschlüsse auf absolute Dichtheit.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf die Water Box von Küchenmonteuren ohne Gas-Wasser-Installateur-Konzession eingebaut werden?

Ja, der Anschluss der Water Box an ein bauseitiges Eckventil ist ausdrücklich im Rahmen der Tätigkeiten der "Möbelfachkraft für festgelegte Tätigkeiten" (Modul 2 Sanitärtechnik, TÜV Rheinland Akademie) bei der Küchenmontage rechtlich abgesichert.

Was ist der Unterschied zwischen Water Box und Flex-Frame®?

Die Water Box ist der massive Kaltwasser-Verteilerblock. Der Flex-Frame® ist ein verstellbarer Montagerahmen aus pulverbeschichtetem Stahl, der im Spülenschrank montiert wird und als universeller Träger für Abwasserrohre, Siphon, Steckdosenleisten und eben die Water Box dient.

Kann man die Water Box auch für Warmwasser nutzen?

Grundsätzlich ist das Material für Heißwasser zugelassen. Da in Küchen jedoch fast alle Zusatzgeräte (Spülmaschine, Filter, Kochendwasserspeicher, Eisbereiter) an die Kaltwasserleitung angeschlossen werden, wird die Water Box primär am Kaltwasser-Eckventil eingesetzt.

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